"Das waren doch die Juden"

Mit Wissen gegen Vorurteile: Zur Entstehung des Antisemitismus

 

Die Grundidee des Projektes ist es, die inhaltliche Auseinandersetzung über die Entstehung und Entwicklung von Antisemitismus mit dem Erwerb von Medienkompetenz zu verknüpfen. Im Rahmen des geplanten Videofilm-Projektes soll der Frage nachgegangen werden, wie und warum welche antisemitischen Vorurteile und Einstellungen entstanden sind und wie sich diese im Laufe der Zeit verändert haben. Die Diskussion soll auch zu der Fragestellung hinführen, wie antisemitisch die Gesellschaft in der Bundesrepublik gegenwärtig noch bzw. wieder ist.

Aus diesen und sich daraus ergebenden Fragen entwickeln die Teilnehmer/innen des Projektes das Grundkonzept und einen Interviewleitfaden für den zu erstellenden Dokumentarfilm. Bei der Umsetzung der Ideen werden sie die Möglichkeit haben, mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen, Betroffenen, Wissenschaftler/innen und anderen Interviewpartner/innen zu sprechen und sich so eingehend mit dem Thema zu beschäftigen. Um den Jugendlichen über die reine Wissensvermittlung hinaus auch ganz persönliche Bezugspunkte zu ermöglichen, sollen sie sich in Begegnungen mit Berliner Juden und Jüdinnen über deren gegenwärtige Lebenssituation informieren und Empathie entwickeln lernen. Ziel ist es, durch die persönliche Begegnung und Wissenserlangung bei den jungen Teilnehmer/innen Toleranz, Weltoffenheit und Wertorientierung zu fördern - und somit auch demokratisches Verhalten und ziviles Engagement zu stärken.

Der inhaltliche Diskurs - der alte und neue antisemitische Stereotype herausarbeiten und analysieren soll - wird über die praktische Umsetzung mit digitaler Filmtechnik geführt. Dabei sollen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowohl lernen, verschiedene Medien wie Film, Foto und Internet aktiv als Arbeits- und Kommunikationsmittel zu nutzen, als auch Medieninhalte und -angebote kritisch zu reflektieren.